So geht Post... :cool:

  • hamelenser

    46 Beiträge

    Japan

    Moin allerseits,



    nur kurz ein paar Worte zu dem, was mir gerade mit unserer Post hier in Japan passiert ist. Letzte Woche teilte mir ein Lieferant aus den USA mit, dass eine an mich adressierte Sendung als "unzureichend addressiert" retourniert worden war. Ich bat um einen Scan, der mir alle japanischen Vermerke zeigen wuerde und erhielt ihn postwendend. Am Dienstag bin ich damit zu unserem Nachbarschaftspostamt gegangen und habe um Aufklaerung gebeten - ich kaufe jeden Monat bei diesem Lieferanten, und die Sendungen erreichen mich unter meiner mittlerweile sieben Jahre lang bekannten Adresse sehr zuverlaessig. Dieses Mal jedoch nicht. Sofort sass eine der Damen am Telefon und fragte beim Zustellpostamt nach Details, wobei sie meine Adressdaten nannte und den Scan exakt beschrieb. Ich wurde gefragt, ob ich ein paar Minuten Zeit haette. Nachdem ich das bejahte, bekam ich die Auskunft, dass jemand auf dem Weg sei, um sich das Ganze anzusehen. Nach zehn Minuten kam ein Mitarbeiter des zwei Kilometer entfernten, zustaendigen Zustellpostamts, der sich als Leiter der Zustellung fuer den gesamten Zustellbereich (ca 30.000 Haushalte) vorstellte. Er warf einen Blick auf den Scan und konnte die Sendung sofort einem Zusteller zuordnen - Retourvermerke tragen hier die Namenssiegelstempel des Zustellers und seines direkten Vorgesetzten. Zwei Telefonate spaeter hat er sich fuer den Fehler entschuldigt und mir drei Dinge versichert:

    1) Der Zusteller wird eingenordet.

    2) Die Kosten fuer den erneuten Versand aus den USA uebernimmt die japanische Post (der Betrag war heute in Yen zum aktuellen Kurs auf dem Postbank-Konto).

    3) Es wird alles getan, damit das nicht wieder vorkommt.

    Vor allem auf dem letzten Punkt muss ich bestehen - immerhin war das das zweite Mal in 40 Jahren, dass mir das passiert - einmal muss es ja schliesslich genug sein... ;-)



    So, und nun stellen wir uns mal vor, wie im selben Fall die Deutsche Prost AG reagiert haette...



    Eilgruss aus dem Schneeparadies

    hamelenser
  • mystamps4you

    448 Beiträge

    Dänemark

    Moin allerseits,



    nur kurz ein paar Worte zu dem, was mir gerade mit unserer Post hier in Japan passiert ist. Letzte Woche teilte mir ein Lieferant aus den USA mit, dass eine an mich adressierte Sendung als "unzureichend addressiert" retourniert worden war. Ich bat um einen Scan, der mir alle japanischen Vermerke zeigen wuerde und erhielt ihn postwendend. Am Dienstag bin ich damit zu unserem Nachbarschaftspostamt gegangen und habe um Aufklaerung gebeten - ich kaufe jeden Monat bei diesem Lieferanten, und die Sendungen erreichen mich unter meiner mittlerweile sieben Jahre lang bekannten Adresse sehr zuverlaessig. Dieses Mal jedoch nicht. Sofort sass eine der Damen am Telefon und fragte beim Zustellpostamt nach Details, wobei sie meine Adressdaten nannte und den Scan exakt beschrieb. Ich wurde gefragt, ob ich ein paar Minuten Zeit haette. Nachdem ich das bejahte, bekam ich die Auskunft, dass jemand auf dem Weg sei, um sich das Ganze anzusehen. Nach zehn Minuten kam ein Mitarbeiter des zwei Kilometer entfernten, zustaendigen Zustellpostamts, der sich als Leiter der Zustellung fuer den gesamten Zustellbereich (ca 30.000 Haushalte) vorstellte. Er warf einen Blick auf den Scan und konnte die Sendung sofort einem Zusteller zuordnen - Retourvermerke tragen hier die Namenssiegelstempel des Zustellers und seines direkten Vorgesetzten. Zwei Telefonate spaeter hat er sich fuer den Fehler entschuldigt und mir drei Dinge versichert:

    1) Der Zusteller wird eingenordet.

    2) Die Kosten fuer den erneuten Versand aus den USA uebernimmt die japanische Post (der Betrag war heute in Yen zum aktuellen Kurs auf dem Postbank-Konto).

    3) Es wird alles getan, damit das nicht wieder vorkommt.

    Vor allem auf dem letzten Punkt muss ich bestehen - immerhin war das das zweite Mal in 40 Jahren, dass mir das passiert - einmal muss es ja schliesslich genug sein... ;-)



    So, und nun stellen wir uns mal vor, wie im selben Fall die Deutsche Prost AG reagiert haette...



    Eilgruss aus dem Schneeparadies

    hamelenser
    • Erstellt am 12.02.2026 um 09:28
    • #1994372
    :D
  • LenzMontagny

    3899 Beiträge

    Frankreich

    Guten Abend,
    Schöne Erlebnisse mit der Post kann es überall geben, so habe ich einmal einen vorfrankierten Brief zwecks spezieller Abstempelung nach Besançon beschickt und ein paar Tage später erhalten, Sonderstempel schön sauber und wie gewünscht dann ab durch die Maschine und einen Maschinenstempel darüber ! :fight2: Unbrauchbar als Sammelobjekt! :deal: Beim Pöstler reklamiert und wir haben den Brief nach Paris geschickt :help: ! :coffee: 2 Wochen später in einem grossen Umschlag den gewünschten Sonderbrief erhalten! Auch hier besten Dank an die Post !
    Weiterhin viel Spass am Sammeln
    Martin :applause:
  • hamelenser

    46 Beiträge

    Japan

    Guten Abend,
    Schöne Erlebnisse mit der Post kann es überall geben, so habe ich einmal einen vorfrankierten Brief zwecks spezieller Abstempelung nach Besançon beschickt und ein paar Tage später erhalten, Sonderstempel schön sauber und wie gewünscht dann ab durch die Maschine und einen Maschinenstempel darüber ! :fight2: Unbrauchbar als Sammelobjekt! :deal: Beim Pöstler reklamiert und wir haben den Brief nach Paris geschickt :help: ! :coffee: 2 Wochen später in einem grossen Umschlag den gewünschten Sonderbrief erhalten! Auch hier besten Dank an die Post !
    Weiterhin viel Spass am Sammeln
    Martin :applause:
    • Erstellt am 13.02.2026 um 13:03
    • #1994966
    Salut,

    klar kann es schoene Erlebnisse mit der Post ueberall geben, aber hier in Japan sind sie eher die Regel... Verschmierte Stempel z.B. sind hier eher die Seltenheit... Schmierereien von Postlern auf Poststuecken ebenfalls. Auch erlebe ich es so gut wie nie, dass mal ein grossformatiger Brief gefaltet oder gar geknickt wird, um ihn in den Briefkasten zu stopfen - wenn ein Poststueck nicht in den Briefkasten passt, hinterlaesst der Zusteller einen Benachrichtigungszettel - man kann jederzeit eine Zweitzustellung telefonisch oder online beauftragen (bis 17 Uhr sogar fuer denselben Tag!), und ein Zusteller bringt das Riesenteil puenktlich zur gewuenschten Zeit...

    Worauf ich urspruenglich hinaus wollte, war der absolute Vorrang, den ein perfekter Dienst am Kunden hier in Japan geniesst. Hier sind - im Gegensatz zu meinem Heimatland Deutschland - alle Postaemter zu normalen Schalterzeiten jederzeit telefonisch erreichbar. Das geht sogar so weit, dass ich einmal einen Adressierfehler, den ich dank Nachverfolgung bemerkt hatte, von Deutschland aus korrigieren konnte. Das Zustellpostamt konnte mich direkt zum Handy des Zustellers durchstellen, und kurze Zeit spaeter hatte der Empfaenger seine Sendung...

    Und all das, obwohl die Postgebuehren hier weit niedriger sind als in Deutschland (Standardbrief bis 50g = 110 Yen = ca €0.60), wo ja alles, was mit Kundendienst zu tun hat, entweder wegrationalisiert wird, oder aber mit Callcentern ersetzt wird, wo entweder niemand Deutsch spricht, oder wo man eher mit unwirschem Russisch dem nahe kommt, was man eigentlich will... :o

    Bonne journée

    hamelenser

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