So geht Post... :cool:

  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Moin allerseits,



    nur kurz ein paar Worte zu dem, was mir gerade mit unserer Post hier in Japan passiert ist. Letzte Woche teilte mir ein Lieferant aus den USA mit, dass eine an mich adressierte Sendung als "unzureichend addressiert" retourniert worden war. Ich bat um einen Scan, der mir alle japanischen Vermerke zeigen wuerde und erhielt ihn postwendend. Am Dienstag bin ich damit zu unserem Nachbarschaftspostamt gegangen und habe um Aufklaerung gebeten - ich kaufe jeden Monat bei diesem Lieferanten, und die Sendungen erreichen mich unter meiner mittlerweile sieben Jahre lang bekannten Adresse sehr zuverlaessig. Dieses Mal jedoch nicht. Sofort sass eine der Damen am Telefon und fragte beim Zustellpostamt nach Details, wobei sie meine Adressdaten nannte und den Scan exakt beschrieb. Ich wurde gefragt, ob ich ein paar Minuten Zeit haette. Nachdem ich das bejahte, bekam ich die Auskunft, dass jemand auf dem Weg sei, um sich das Ganze anzusehen. Nach zehn Minuten kam ein Mitarbeiter des zwei Kilometer entfernten, zustaendigen Zustellpostamts, der sich als Leiter der Zustellung fuer den gesamten Zustellbereich (ca 30.000 Haushalte) vorstellte. Er warf einen Blick auf den Scan und konnte die Sendung sofort einem Zusteller zuordnen - Retourvermerke tragen hier die Namenssiegelstempel des Zustellers und seines direkten Vorgesetzten. Zwei Telefonate spaeter hat er sich fuer den Fehler entschuldigt und mir drei Dinge versichert:

    1) Der Zusteller wird eingenordet.

    2) Die Kosten fuer den erneuten Versand aus den USA uebernimmt die japanische Post (der Betrag war heute in Yen zum aktuellen Kurs auf dem Postbank-Konto).

    3) Es wird alles getan, damit das nicht wieder vorkommt.

    Vor allem auf dem letzten Punkt muss ich bestehen - immerhin war das das zweite Mal in 40 Jahren, dass mir das passiert - einmal muss es ja schliesslich genug sein... ;-)



    So, und nun stellen wir uns mal vor, wie im selben Fall die Deutsche Prost AG reagiert haette...



    Eilgruss aus dem Schneeparadies

    hamelenser
  • mystamps4you

    448 berichten

    Denemarken

    Moin allerseits,



    nur kurz ein paar Worte zu dem, was mir gerade mit unserer Post hier in Japan passiert ist. Letzte Woche teilte mir ein Lieferant aus den USA mit, dass eine an mich adressierte Sendung als "unzureichend addressiert" retourniert worden war. Ich bat um einen Scan, der mir alle japanischen Vermerke zeigen wuerde und erhielt ihn postwendend. Am Dienstag bin ich damit zu unserem Nachbarschaftspostamt gegangen und habe um Aufklaerung gebeten - ich kaufe jeden Monat bei diesem Lieferanten, und die Sendungen erreichen mich unter meiner mittlerweile sieben Jahre lang bekannten Adresse sehr zuverlaessig. Dieses Mal jedoch nicht. Sofort sass eine der Damen am Telefon und fragte beim Zustellpostamt nach Details, wobei sie meine Adressdaten nannte und den Scan exakt beschrieb. Ich wurde gefragt, ob ich ein paar Minuten Zeit haette. Nachdem ich das bejahte, bekam ich die Auskunft, dass jemand auf dem Weg sei, um sich das Ganze anzusehen. Nach zehn Minuten kam ein Mitarbeiter des zwei Kilometer entfernten, zustaendigen Zustellpostamts, der sich als Leiter der Zustellung fuer den gesamten Zustellbereich (ca 30.000 Haushalte) vorstellte. Er warf einen Blick auf den Scan und konnte die Sendung sofort einem Zusteller zuordnen - Retourvermerke tragen hier die Namenssiegelstempel des Zustellers und seines direkten Vorgesetzten. Zwei Telefonate spaeter hat er sich fuer den Fehler entschuldigt und mir drei Dinge versichert:

    1) Der Zusteller wird eingenordet.

    2) Die Kosten fuer den erneuten Versand aus den USA uebernimmt die japanische Post (der Betrag war heute in Yen zum aktuellen Kurs auf dem Postbank-Konto).

    3) Es wird alles getan, damit das nicht wieder vorkommt.

    Vor allem auf dem letzten Punkt muss ich bestehen - immerhin war das das zweite Mal in 40 Jahren, dass mir das passiert - einmal muss es ja schliesslich genug sein... ;-)



    So, und nun stellen wir uns mal vor, wie im selben Fall die Deutsche Prost AG reagiert haette...



    Eilgruss aus dem Schneeparadies

    hamelenser
    • Aangemaakt 12 feb 2026 op 09:28
    • #1994372
    :D
  • LenzMontagny

    3899 berichten

    Frankrijk

    Guten Abend,
    Schöne Erlebnisse mit der Post kann es überall geben, so habe ich einmal einen vorfrankierten Brief zwecks spezieller Abstempelung nach Besançon beschickt und ein paar Tage später erhalten, Sonderstempel schön sauber und wie gewünscht dann ab durch die Maschine und einen Maschinenstempel darüber ! :fight2: Unbrauchbar als Sammelobjekt! :deal: Beim Pöstler reklamiert und wir haben den Brief nach Paris geschickt :help: ! :coffee: 2 Wochen später in einem grossen Umschlag den gewünschten Sonderbrief erhalten! Auch hier besten Dank an die Post !
    Weiterhin viel Spass am Sammeln
    Martin :applause:
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Guten Abend,
    Schöne Erlebnisse mit der Post kann es überall geben, so habe ich einmal einen vorfrankierten Brief zwecks spezieller Abstempelung nach Besançon beschickt und ein paar Tage später erhalten, Sonderstempel schön sauber und wie gewünscht dann ab durch die Maschine und einen Maschinenstempel darüber ! :fight2: Unbrauchbar als Sammelobjekt! :deal: Beim Pöstler reklamiert und wir haben den Brief nach Paris geschickt :help: ! :coffee: 2 Wochen später in einem grossen Umschlag den gewünschten Sonderbrief erhalten! Auch hier besten Dank an die Post !
    Weiterhin viel Spass am Sammeln
    Martin :applause:
    • Aangemaakt 13 feb 2026 op 13:03
    • #1994966
    Salut,

    klar kann es schoene Erlebnisse mit der Post ueberall geben, aber hier in Japan sind sie eher die Regel... Verschmierte Stempel z.B. sind hier eher die Seltenheit... Schmierereien von Postlern auf Poststuecken ebenfalls. Auch erlebe ich es so gut wie nie, dass mal ein grossformatiger Brief gefaltet oder gar geknickt wird, um ihn in den Briefkasten zu stopfen - wenn ein Poststueck nicht in den Briefkasten passt, hinterlaesst der Zusteller einen Benachrichtigungszettel - man kann jederzeit eine Zweitzustellung telefonisch oder online beauftragen (bis 17 Uhr sogar fuer denselben Tag!), und ein Zusteller bringt das Riesenteil puenktlich zur gewuenschten Zeit...

    Worauf ich urspruenglich hinaus wollte, war der absolute Vorrang, den ein perfekter Dienst am Kunden hier in Japan geniesst. Hier sind - im Gegensatz zu meinem Heimatland Deutschland - alle Postaemter zu normalen Schalterzeiten jederzeit telefonisch erreichbar. Das geht sogar so weit, dass ich einmal einen Adressierfehler, den ich dank Nachverfolgung bemerkt hatte, von Deutschland aus korrigieren konnte. Das Zustellpostamt konnte mich direkt zum Handy des Zustellers durchstellen, und kurze Zeit spaeter hatte der Empfaenger seine Sendung...

    Und all das, obwohl die Postgebuehren hier weit niedriger sind als in Deutschland (Standardbrief bis 50g = 110 Yen = ca €0.60), wo ja alles, was mit Kundendienst zu tun hat, entweder wegrationalisiert wird, oder aber mit Callcentern ersetzt wird, wo entweder niemand Deutsch spricht, oder wo man eher mit unwirschem Russisch dem nahe kommt, was man eigentlich will... :o

    Bonne journée

    hamelenser
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Dafür gibt es ein japanisches Wort: Karōshi - Link (https)

    Kulturelle Normen

    „Karoshi“ (Tod durch Überarbeitung): Japan hat eine Geschichte von gesundheitlichen Problemen aufgrund von Überarbeitung, einschließlich Todesfällen durch Überarbeitung (Karoshi). Dies hat zu einem gesteigerten Bewusstsein und staatlichen Bemühungen geführt, die Arbeitszeiten zu regulieren.

    Hingabe zur Arbeit: Viele japanische Arbeitnehmer fühlen sich ihren Arbeitgebern stark verpflichtet und arbeiten oft freiwillig lange Stunden, um ihre Loyalität zu zeigen.

    Zögern, früh zu gehen: Arbeitnehmer können sich unter sozialem Druck fühlen, im Büro zu bleiben, bis ihre Kollegen oder Vorgesetzten gehen, auch wenn ihre Arbeit erledigt ist.

    Quelle: Link (https)
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Dafür gibt es ein japanisches Wort: Karōshi - Link (https)

    Kulturelle Normen

    „Karoshi“ (Tod durch Überarbeitung): Japan hat eine Geschichte von gesundheitlichen Problemen aufgrund von Überarbeitung, einschließlich Todesfällen durch Überarbeitung (Karoshi). Dies hat zu einem gesteigerten Bewusstsein und staatlichen Bemühungen geführt, die Arbeitszeiten zu regulieren.

    Hingabe zur Arbeit: Viele japanische Arbeitnehmer fühlen sich ihren Arbeitgebern stark verpflichtet und arbeiten oft freiwillig lange Stunden, um ihre Loyalität zu zeigen.

    Zögern, früh zu gehen: Arbeitnehmer können sich unter sozialem Druck fühlen, im Büro zu bleiben, bis ihre Kollegen oder Vorgesetzten gehen, auch wenn ihre Arbeit erledigt ist.

    Quelle: Link (https)
    • Aangemaakt 15 feb 2026 op 08:07
    • #1995539
    Diese Zeiten sind in Japan (gottlob, moechte ich sagen!) seit gut 20 Jahren vorbei!
    Ueberstunden sind vielerorts sogar unerwuenscht - in vielen grossen Firmen wird zum Feierabend sogar die Beleuchtung abgeschaltet...
    Ich empfehle dringend, sich vor Ort direkt zu informieren, als aus der Ferne ueberholte Internet-Eintraege zu schmoekern.
    Nichtsdestotrotz herrscht hier eine andere Auffassung von dem, was getan werden muss. Der Kunde ist Gott (お客様は神様です), also ein paar Dienstgrade ueber dem Status, den er in Deutschland hat, wo man sich eher als Stoerenfried denn als Kunde fuehlt...
    Entsprechend fuehlen sich die Postler hierzulande in erster Linie dem zahlenden Kunden verpflichtet!
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Diese Zeiten sind in Japan (gottlob, moechte ich sagen!) seit gut 20 Jahren vorbei!
    Ueberstunden sind vielerorts sogar unerwuenscht - in vielen grossen Firmen wird zum Feierabend sogar die Beleuchtung abgeschaltet...
    Ich empfehle dringend, sich vor Ort direkt zu informieren, als aus der Ferne ueberholte Internet-Eintraege zu schmoekern.
    Nichtsdestotrotz herrscht hier eine andere Auffassung von dem, was getan werden muss. Der Kunde ist Gott (お客様は神様です), also ein paar Dienstgrade ueber dem Status, den er in Deutschland hat, wo man sich eher als Stoerenfried denn als Kunde fuehlt...
    Entsprechend fuehlen sich die Postler hierzulande in erster Linie dem zahlenden Kunden verpflichtet!
    • Aangemaakt 15 feb 2026 op 08:39
    • #1995545
    Nun, Ihr Beispiel, dass man den Postboten direkt anrufen und eine Adressierfehler korrigieren könnte, würde hier niemals funktionieren, da der Arbeitsablauf wie ein Fließband optimiert ist und die Wege für Korrekturen viel zu lang und zeitaufwendig sind.

    Für den Kunden ist es natürlich großartig, wenn das Postsystem es ermöglicht, den Arbeitsablauf nach Belieben momentan zu ändern (ein Arbeitsablauf, der nicht Kaizen-optimiert ist). Ich bin mir aber sicher, dass niemand am anderen Ende für seinen Mehraufwand finanziell entschädigt wird. Es braucht nicht viele dieser Anrufe, um den Postboten zu Überstunden zu zwingen.
  • wiking_henry

    1317 berichten

    Duitsland

    Die deutsche Post ist nur noch eine Katastrophe !

    Ich kenne mindestens 5 Postboten/Postbotinnen. Aus 3 verschiedenen PLZ-Bereichen. Alle sind ausgelaugt und sagen alle das Gleiche: Früher hat die Arbeit noch Spaß gemacht und man war stolz bei der Post zu arbeiten.

    Ganz zu schweigen von meinen verlorengegangenen Briefen im PLZ-Bereich 63... vor 3 Jahren.

    Außer Standard Schubladenantworten gab es da nichts und die Standardschreiben aufgrund meiner Nachforschungsanträge verliefen natürlich alle mit demselben Wortlaut im Sande. Nicht einmal das Porto, welches für die Überbringung meiner Post von A nach B wird nicht erstattet.

    Und dann noch der unverschämte Satz: Man solle per Einschreiben versenden, wenn man möchte, dass der Brief ankommt.

    Alte Briefmarken aus DM-Zeit darf man nicht mehr verwenden. Warum ? Man erkauft sich eine Dienstleistung. Jede Briefmarke, wofür die Post keine Leistung erbringen musste ist ein Reingewinn.

    Mehr ist hier nicht mehr zu sagen.
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Hier in Schweden, wo ich auf dem Land lebe, kann ich mich über PostNord, die staatliche Post, nicht beschweren. Der Postbote arbeitet fünf Tage die Woche, von Montag bis Freitag, und fährt immer mit seinem Postauto. Es ist über 20 Jahre her, dass Samstag ein Arbeitstag für den Postboten war.

    Seit drei Jahren erhalten wir alle zwei Werktage Post, und ich kann immer noch die Uhr stellen, wann der Postbote kommt – außer natürlich, wenn das Wetter (Schnee und Eis) es nicht zulässt.

    Einschreiben müssen immer beim „Postombud“ abgeholt werden, einer Filiale am Kiosk des örtlichen Supermarkts, etwa 10 Kilometer entfernt. Wertbriefe müssen im Verteilzentrum abgeholt werden, das 45 Kilometer entfernt liegt.

    *Toi, toi, toi* Mir ist noch nie ein Brief verloren gegangen.
  • wiking_henry

    1317 berichten

    Duitsland

    Hej to sverige !

    Ja Schweden hat die Briefkästen meistens sogar an der Landstraße stehen. Und die ist meistens noch einige Meter (ich habe einige gesehen mindestens 100 Meter entfernt) weg von den Häusern. Zumindest ist das in Südschweden so gewesen wo ich bereits 6x war.

    En härlig kväll

    Henry
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Hej to sverige !

    Ja Schweden hat die Briefkästen meistens sogar an der Landstraße stehen. Und die ist meistens noch einige Meter (ich habe einige gesehen mindestens 100 Meter entfernt) weg von den Häusern. Zumindest ist das in Südschweden so gewesen wo ich bereits 6x war.

    En härlig kväll

    Henry
    • Aangemaakt 15 feb 2026 op 14:00
    • #1995731
    Hallo Henry,

    Briefkästen für Einfamilienhäuser in städtischen Gebieten müssen an der Straße aufgestellt werden, Briefkästen für Einfamilienhäuser außerhalb städtischer Gebiete an einer Landstraße. In manchen Gegenden, wie z. B. in Ferienanlagen, stehen sie in Gruppen. Briefkästen für Mehrfamilienhäuser befinden sich meist im Erdgeschoss.

    Alle Briefmarken behalten ihre Gültigkeit, auch die mit dem Aufdruck „BREV“ (Brief). Sie gelten für den Versand eines normalen Inlandsbriefs der ersten Gewichtsklasse (bis 50 g).
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Nun, Ihr Beispiel, dass man den Postboten direkt anrufen und eine Adressierfehler korrigieren könnte, würde hier niemals funktionieren, da der Arbeitsablauf wie ein Fließband optimiert ist und die Wege für Korrekturen viel zu lang und zeitaufwendig sind.

    Für den Kunden ist es natürlich großartig, wenn das Postsystem es ermöglicht, den Arbeitsablauf nach Belieben momentan zu ändern (ein Arbeitsablauf, der nicht Kaizen-optimiert ist). Ich bin mir aber sicher, dass niemand am anderen Ende für seinen Mehraufwand finanziell entschädigt wird. Es braucht nicht viele dieser Anrufe, um den Postboten zu Überstunden zu zwingen.
    • Aangemaakt 15 feb 2026 op 09:35
    • #1995566
    Da muss man wohl zwischen Produktionsablaeufen, die man nahezu vollstaendig automatisieren kann, und Ablaeufen mit Kundenkontakt (sprich: Dienstleistungen) unterscheiden. Dienstleistungen, die man automatisieren kann, sind es in Japan auch! Jedoch ist dafuer gesorgt, dass jeder Kunde zu jeder Zeit einen Ansprechpartner hat, was wohl im Geschaeftsbereich der Deutschen Prost AG eher unueblich ist (dafuer ist dann aber auch das Porto teurer!).

    Der Zusteller kommt bei uns oft zu unterschiedlichen Tageszeiten - uebrigens per Moped, und wenn er absteigt, bewegt er sich im Laufschritt, und nicht im Bummelschritt. Er behandelt JEDEN Brief und JEDE Postkarte wie ein rohes Ei! Transportschaeden bei Inlandssendungen sind mir in 40 Jahren noch nicht vorgekommen!!!

    Uebrigens haben die Zusteller der privaten Paketdienste auch jeder ein Dienst-Handy, dessen Nummer dem Empfaenger automatisch mitgeteilt wird - ebenso wie der aktuelle Standort der Paketsendung, so dass der Empfaenger immer informiert ist und so der Mehraufwand fuer eine Zweitzustellung minimiert werden kann. Kaizen at it's best... :cool2:
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Die deutsche Post ist nur noch eine Katastrophe !

    Ich kenne mindestens 5 Postboten/Postbotinnen. Aus 3 verschiedenen PLZ-Bereichen. Alle sind ausgelaugt und sagen alle das Gleiche: Früher hat die Arbeit noch Spaß gemacht und man war stolz bei der Post zu arbeiten.

    Ganz zu schweigen von meinen verlorengegangenen Briefen im PLZ-Bereich 63... vor 3 Jahren.

    Außer Standard Schubladenantworten gab es da nichts und die Standardschreiben aufgrund meiner Nachforschungsanträge verliefen natürlich alle mit demselben Wortlaut im Sande. Nicht einmal das Porto, welches für die Überbringung meiner Post von A nach B wird nicht erstattet.

    Und dann noch der unverschämte Satz: Man solle per Einschreiben versenden, wenn man möchte, dass der Brief ankommt.

    Alte Briefmarken aus DM-Zeit darf man nicht mehr verwenden. Warum ? Man erkauft sich eine Dienstleistung. Jede Briefmarke, wofür die Post keine Leistung erbringen musste ist ein Reingewinn.

    Mehr ist hier nicht mehr zu sagen.
    • Aangemaakt 15 feb 2026 op 12:36
    • #1995677
    Ein Kunde aus Kyoto hatte vor zwei Jahren einen Brief als "nicht erhalten" reklamiert. Standardbrief bis 25g zu ¥84 (= €0,46). Eine simple Nachfrage bei der Post loeste automatisch eine Nachforschung (!!) aus! Binnen einer Woche erhielt ich DREI individuell verfasste Schreiben zum jeweils aktuellen Ermittlungsstand, zugestellt jeweils als Eilbrief! Ergebnis: der Zusteller hatte den Brief versehentlich in den falschen Briefkasten eingelegt (der Empfaenger wohnt in einem mehrstoeckigen Wohnsilo), dessen Besitzer zu der Zeit abwesend war. Nach dessen Rueckkehr wurde der Irrtum bemerkt und die Sendung ausgehaendigt...
    Nachverfolgbare Sendungen waehlt man hier eher aus Gruenden von moeglichen Schaeden durch Naturereignisse (Erdbeben, Taifune etc.).

    Was waere wohl in Deutschland passiert??

    Es sind uebrigens alle Briefmarken der Nachkriegszeit noch frankaturgueltig...
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Da muss man wohl zwischen Produktionsablaeufen, die man nahezu vollstaendig automatisieren kann, und Ablaeufen mit Kundenkontakt (sprich: Dienstleistungen) unterscheiden. Dienstleistungen, die man automatisieren kann, sind es in Japan auch! Jedoch ist dafuer gesorgt, dass jeder Kunde zu jeder Zeit einen Ansprechpartner hat, was wohl im Geschaeftsbereich der Deutschen Prost AG eher unueblich ist (dafuer ist dann aber auch das Porto teurer!).

    Der Zusteller kommt bei uns oft zu unterschiedlichen Tageszeiten - uebrigens per Moped, und wenn er absteigt, bewegt er sich im Laufschritt, und nicht im Bummelschritt. Er behandelt JEDEN Brief und JEDE Postkarte wie ein rohes Ei! Transportschaeden bei Inlandssendungen sind mir in 40 Jahren noch nicht vorgekommen!!!

    Uebrigens haben die Zusteller der privaten Paketdienste auch jeder ein Dienst-Handy, dessen Nummer dem Empfaenger automatisch mitgeteilt wird - ebenso wie der aktuelle Standort der Paketsendung, so dass der Empfaenger immer informiert ist und so der Mehraufwand fuer eine Zweitzustellung minimiert werden kann. Kaizen at it's best... :cool2:
    • Aangemaakt 15 feb 2026 op 18:48
    • #1995782
    Ich hatte nie das Bedürfnis, meinen Postboten anzurufen, und warum auch, da es ja nichts zu melden gab. Da ich weiß, wann er normalerweise kommt, kann ich ihm die Post, die ich verschicken möchte, persönlich übergeben und ihm auch gleich ein paar lobende Worte oder Kritik mitgeben.

    Bei Paketen ist keine zweite Zustellung nötig, da der Kurier sie an einem vorher festgelegten Ort auf meinem Grundstück abstellt und ein Foto davon macht, das ich dann in der Sendungsverfolgungs-App einsehen kann. Ich muss also niemanden telefonisch belästigen.
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Eine Sache finde ich allerdings ziemlich ärgerlich.

    Wenn ich beispielsweise von eBay-Händlern oder Auktionshäusern in Deutschland Einschreiben erwarte, wird mir nie die Sendungsnummer mitgeteilt. Ich habe also keine Ahnung, wann ich mit der Sendung rechnen kann.

    Vermutlich liegt das nicht an der Deutschen Post, sondern an einer veralteten Vorgehensweise deren Kunden, da ich weiß, dass die Deutsche Post Einschreiben scannt. Das kann ich ja nach Erhalt der Sendung feststellen.
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Ich hatte nie das Bedürfnis, meinen Postboten anzurufen, und warum auch, da es ja nichts zu melden gab. Da ich weiß, wann er normalerweise kommt, kann ich ihm die Post, die ich verschicken möchte, persönlich übergeben und ihm auch gleich ein paar lobende Worte oder Kritik mitgeben.

    Bei Paketen ist keine zweite Zustellung nötig, da der Kurier sie an einem vorher festgelegten Ort auf meinem Grundstück abstellt und ein Foto davon macht, das ich dann in der Sendungsverfolgungs-App einsehen kann. Ich muss also niemanden telefonisch belästigen.
    • Aangemaakt 16 feb 2026 op 08:12
    • #1995917
    Ich habe auch nicht das Beduerfnis, meinen Postboten anzurufen. Es gilt als normal, niemanden ohne triftigen Grund telefonisch zu kontaktieren. Man sagt hier "一般常識" dazu, was man mit "gesunder Menschenverstand" uebersetzen koennte.

    Nichtsdestotrotz kann es geschehen, dass man jemanden telefonisch erreichen muss, um ein dringendes Problem zu klaeren, was sonst erst recht beiden Seiten viel Arbeit und Zeitverlust bedeuten koennte.

    Hier und auch in anderen Laendern ist es moeglich, zu den ueblichen Geschaeftszeiten jederzeit jedes Postamt telefonisch zu kontaktieren.

    In Deutschland geht das leider nicht. Die Deutsche Prost AG hat schon vor einiger Zeit beschlossen, im Interesse der Aktionaere den Kundendienst abzubauen und die Kundschaft zu zahlenden Bittstellern zu degradieren! Die Postaemter koennen sich sogar untereinander nicht telefonisch kontaktieren...

    Die Auslieferung von Paketen durch Abstellen auf dem Grundstueck mag angenehm sein, ist aber im Falle von nicht stabil verpackten Sammellosen nicht unbedingt die beste Loesung, vor allem, wenn es wie aus Giesskannen regnet, was sicher auch in Schweden vorkommen kann. Nichtsdestotrotz haben wir auch in Japan diese Moeglichkeit der Zustellung fuer Paketsendungen. R-Briefe hingegen MUESSEN persoenlich zugestellt werden...
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Ich habe auch nicht das Beduerfnis, meinen Postboten anzurufen. Es gilt als normal, niemanden ohne triftigen Grund telefonisch zu kontaktieren. Man sagt hier "一般常識" dazu, was man mit "gesunder Menschenverstand" uebersetzen koennte.

    Nichtsdestotrotz kann es geschehen, dass man jemanden telefonisch erreichen muss, um ein dringendes Problem zu klaeren, was sonst erst recht beiden Seiten viel Arbeit und Zeitverlust bedeuten koennte.

    Hier und auch in anderen Laendern ist es moeglich, zu den ueblichen Geschaeftszeiten jederzeit jedes Postamt telefonisch zu kontaktieren.

    In Deutschland geht das leider nicht. Die Deutsche Prost AG hat schon vor einiger Zeit beschlossen, im Interesse der Aktionaere den Kundendienst abzubauen und die Kundschaft zu zahlenden Bittstellern zu degradieren! Die Postaemter koennen sich sogar untereinander nicht telefonisch kontaktieren...

    Die Auslieferung von Paketen durch Abstellen auf dem Grundstueck mag angenehm sein, ist aber im Falle von nicht stabil verpackten Sammellosen nicht unbedingt die beste Loesung, vor allem, wenn es wie aus Giesskannen regnet, was sicher auch in Schweden vorkommen kann. Nichtsdestotrotz haben wir auch in Japan diese Moeglichkeit der Zustellung fuer Paketsendungen. R-Briefe hingegen MUESSEN persoenlich zugestellt werden...
    • Aangemaakt 18 feb 2026 op 05:55
    • #1996520
    Ich verstehe, was Sie meinen, aber hier, wo ich wohne, hat sich die Einstellung „Der Kunde hat immer Recht“ in den letzten 30 Jahren stark verändert. Heute denken die Leute, dass der Angestellte im Postamt dazu da ist, ihre Pakete zu verpacken und ähnliche zeitaufwändige Dinge zu erledigen, was höchstwahrscheinlich die gleiche Einstellung wäre, wenn sie den Postboten mit dem Handy anrufen könnten: Ihnen etwas zusätzlich abknöpfen, wofür sie nicht bezahlt haben.
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Diese Einstellung hat sich hier noch nicht verbreitet! Manchmal schlaegt zwar hier die Kundschaft auch ueber die Straenge, und manchmal gibt es auch Spezies, die ihren gottgleichen Status als Kunde auch voll ausnutzen, aber dafuer gibt es den Begriff カスタマーハラッスメント ("customer harassment") fuer Kunden, die fuer Kunden gebraucht wird, die sich nicht benehmen koennen! Generell gilt, dass hier gegenseitiger Respekt und Harmonie ueblich sind, auf allen Ebenen und in jedem Geschaeftsfeld.
    Um ein Beispiel von heute zu nennen - wegen eines unerwartet heftigen Schneesturms sind heute vormittag alle Bahnverbindungen in Sapporo und Umgebung von 7 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags komplett ausgefallen - ich konnte nicht ins Buero, um Ware fuer den Auslandsversand (wir haben auch eine Art "Warenpost" fuer grossformatige Sendungen in die EU, was wir der Leyenspielschar in Bruessel zu verdanken haben, die ihrerseits die Chinesen beschuldigt) vorzubereiten. Also bin ich kurz zum Nachbarschaftspostamt gelaufen und habe gefragt, bis wann ich am morgigen Freitag die Sendungen abgeben muss, damit sie noch bearbeitet werden koennen, bevor sie rausgehen, anstatt den Leuten 5 Minuten vor Dienstschluss den Stapel auf den Tisch zu knallen und korrekte Bearbeitung nebst sauberer Stempelung zu erwarten und die Besatzung so zu zwingen, Ueberstunden zu machen - ich weiss ja, dass diese Ueberstunden klaglos geleistet wuerden... (ein Blick in mein Bewertungsprofil zeigt, dass sehr viele Delcamper Frankaturen und die saubere Stempelung loben - das Lob gebe ich regelmaessig weiter an "meine" Postler... ;) ). Und so denken sehr viele Leute hier - man bekommt perfekte Leistung, und man traegt auch seinen Teil dazu bei, dass das so bleibt...

    Packmaterialien wie Schnuere und Klebeband hat uebrigens in Japan jedes Postamt fuer den Fall der Faelle vorraetig - nicht jeder Postkunde ist ein Versand-Profi! Allerdings wird auch erwartet, dass der Kunde das nicht ausnutzt...
  • martin52

    1742 berichten

    Zwitserland

    Eine Sache finde ich allerdings ziemlich ärgerlich.

    Wenn ich beispielsweise von eBay-Händlern oder Auktionshäusern in Deutschland Einschreiben erwarte, wird mir nie die Sendungsnummer mitgeteilt. Ich habe also keine Ahnung, wann ich mit der Sendung rechnen kann.

    Vermutlich liegt das nicht an der Deutschen Post, sondern an einer veralteten Vorgehensweise deren Kunden, da ich weiß, dass die Deutsche Post Einschreiben scannt. Das kann ich ja nach Erhalt der Sendung feststellen.
    • Aangemaakt 16 feb 2026 op 08:29
    • #1995929
    Grüezi ++ Bei uns in der Schweiz ist es so, dass mir jedes R-Brief oder jedes Paket automatisch angemeldet wird, sobald es hier gescannt wurde. Sofern genug Zeit bleibt, kann ich dann die Zustellung steuern oder die gewünschte Deponierung auswählen
    :deal:
  • hamelenser

    52 berichten

    Japan

    Grüezi ++ Bei uns in der Schweiz ist es so, dass mir jedes R-Brief oder jedes Paket automatisch angemeldet wird, sobald es hier gescannt wurde. Sofern genug Zeit bleibt, kann ich dann die Zustellung steuern oder die gewünschte Deponierung auswählen
    :deal:
    • Aangemaakt 20 feb 2026 op 06:55
    • #1997555
    Moin in die schoene Schweiz ;-)

    die Schweizer Post gehoert mit den Postverwaltungen von Singapur und Japan zu den zuverlaessigsten der Welt... :cool: :cool:
    Eine Benachrichtigung des Empfaengers schon beim Einscannen beim Aufgabepostamt gibt es bei uns noch nicht. Wir erfahren nur, wann die Sendung voraussichtlich eintrifft. Dafuer koennen wir jedoch online oder per Telefon bis 17 Uhr noch fuer denselben Tag eine Zweitzustellung beauftragen, die im vereinbarten 2-Stunden-Rahmen zuverlaessig erfolgt.
  • uniquehorn

    22 berichten

    Zweden

    Grüezi ++ Bei uns in der Schweiz ist es so, dass mir jedes R-Brief oder jedes Paket automatisch angemeldet wird, sobald es hier gescannt wurde. Sofern genug Zeit bleibt, kann ich dann die Zustellung steuern oder die gewünschte Deponierung auswählen
    :deal:
    • Aangemaakt 20 feb 2026 op 06:55
    • #1997555
    Genau dasselbe gilt hier: Jede Sendung, die gescannt werden kann, lässt sich in der Post-App verfolgen. Ich kann nur mal erwähnen, dass ich in Honduras etwas gekauft habe. Der Einschreibebrief wurde dort gescannt und konnte irgendwie in der Post-App verfolgt werden. „Irgendwie“, weil der Verkäufer weder meine Telefonnummer noch meine E-Mail-Adresse hatte und die Sendung trotzdem irgendwie in die App gelangte (wahrscheinlich über die Postanschrift).

    Falls der Absender die Informationen nicht in das App-System einträgt (das international ist), kann ich den Tracking-Code manuell vom Absender erhalten und ihn in die App einfügen. Delcampe bietet im Dashboard die Möglichkeit, einen Tracking-Code zum Verkauf hinzuzufügen.

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