Entziffern einer Anschrift in Kurrent/Sütterlin

  • firewallman

    23 messaggi

    Germania

    Betreff: Hilfe beim Entziffern einer Anschrift in Kurrent/Sütterlin (Chemnitz, Bernsbach Nr. 10 III)

    Hallo zusammen,

    ich hätte eine Bitte an die Sütterlin- bzw. Kurrentschrift-Experten unter euch.

    Ich habe eine alte Postkarte nach Chemnitz vorliegen und kann die Anschrift nicht vollständig sicher lesen. Eindeutig erkenne ich:

    in Chemnitz
    Bernsbach Nr. 10 III

    Den Zusatz „III“ deute ich als 3. Etage.

    Unklar bin ich mir bei:

    dem Namen des Empfängers (Vor- und Nachname)

    dem Wort in der Zeile zwischen Name und „in Chemnitz“ – möglich wäre etwas wie „Wolfgasson“, das ist aber nur eine Vermutung.

    Ich hänge einen gut aufgelösten Scan der Adressseite bzw. einen Ausschnitt davon an und würde mich freuen, wenn mir jemand die genaue Lesung der Anschrift bestätigen oder korrigieren könnte.

    Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfe!

    Viele Sammlergrüße
  • mystamps4you

    457 messaggi

    Danimarca

    Betreff: Hilfe beim Entziffern einer Anschrift in Kurrent/Sütterlin (Chemnitz, Bernsbach Nr. 10 III)

    Hallo zusammen,

    ich hätte eine Bitte an die Sütterlin- bzw. Kurrentschrift-Experten unter euch.

    Ich habe eine alte Postkarte nach Chemnitz vorliegen und kann die Anschrift nicht vollständig sicher lesen. Eindeutig erkenne ich:

    in Chemnitz
    Bernsbach Nr. 10 III

    Den Zusatz „III“ deute ich als 3. Etage.

    Unklar bin ich mir bei:

    dem Namen des Empfängers (Vor- und Nachname)

    dem Wort in der Zeile zwischen Name und „in Chemnitz“ – möglich wäre etwas wie „Wolfgasson“, das ist aber nur eine Vermutung.

    Ich hänge einen gut aufgelösten Scan der Adressseite bzw. einen Ausschnitt davon an und würde mich freuen, wenn mir jemand die genaue Lesung der Anschrift bestätigen oder korrigieren könnte.

    Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfe!

    Viele Sammlergrüße
    III ist die Etage
    zwischen Namen und Chemnitz steht "Wohlgeboren", damals eine übliche Anrede

    Gruß aus Dänemark
    Hans
  • firewallman

    23 messaggi

    Germania

    Vielen Dank für eure bisherigen Hinweise, von denen mich einige auch per Mail erreicht haben. Nach aktuellem Stand lese ich die Anschrift wie folgt:

    Wohlgeboren
    in Chemnitz
    Bernsbachplatz Nr. 10 III (3. Etage)
    [eine gleichnamige Straße ist in Chemnitz nicht belegt, wohl aber der Platz]

    Unklar ist weiterhin der Name des Adressaten. Bisher wurden unter anderem „W. D. Steal“, „Noel“ und „Moral“ vorgeschlagen. Möglich wäre auch, dass das „D“ für „Dr.“ steht und der Empfänger einen Doktortitel trug.

    Über weitere Meinungen und Deutungen zur genauen Lesung des Namens würde ich mich sehr freuen.

    Mit Sammlergrüßen
    Igor Adolph
  • wiking_henry

    1338 messaggi

    Germania

    Hallo Herr Adolph,

    wenn ich die doppelt vorhandenen Buchstaben vergleiche, so fällt hierbei mein Erster Verdacht "St" weg.

    Der erste Buchstabe des Nachnamens müste ein N sein (siehe Vergleich bei "Nr.10) Der 2. Buchgstabe ist höchstwahrscheinlich ein "e" siehe geschriebenes "e" bei "Wohlgeboren" und bei "Chemnitz"dann folgt ein (ausnahmsweise) geschlosses "a" und ein "l". Somit müsste es mit ziemlicher sicherheit "D. Neal" heissen.

    Viele Grüße :hello:

    Henry
  • firewallman

    23 messaggi

    Germania

    In the Cause of Truth 1898

    Vielen Dank für die spannenden weiterführenden Hinweise, denen ich inzwischen noch etwas nachgegangen bin.

    In Chemnitz gab es tatsächlich einen **Bernsbachplatz**, in den die Bernsdorfer Straße einmündet. Eine später als **Bernsbachstraße** bezeichnete Straße wurde zu einem späteren Zeitpunkt in **Fritz-Reuter-Straße** umbenannt – man muss also jeweils genau in die Stadt- bzw. Adressbücher des richtigen Jahres schauen. Für die Bernsbachstraße lassen sich Bewohner bis mindestens Hausnummer 25 nachweisen; es handelte sich also keineswegs um eine kleine Seitenstraße, die spurlos verschwunden wäre.

    Meine Postkarte ist im März 1898 gestempelt und ging zu diesem Zeitpunkt an den **Kaufmann M. R. Moral**, der genau in diesem Haus im 3. Stock zur Miete wohnte.

    Wer Interesse an der gesamten Geschichte zu dieser Postkarte hat: Ich habe dazu einen Blogartikel verfasst – in den nächsten Tagen sollte er über die Suchmaschinen unter dem Titel **„In the Cause of Truth 1898“** zu finden sein.

    Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten und bis zur nächsten gemeinsamen Recherche.

    Sammlergruß
    Igor Adolph
    Firewallman